Bits, Bytes und Bekanntschaften

TREFFEN: Computer-Clubs im regen Gedankenaustausch

Scheinbar undurchschaubares Kabelwirrwarr versorgte die zahlreichen Computer mit dem notwendigen Strom und dem Zugang zum Internet. Doch die Mitglieder von fünf Computer-Clubs aus dem gesamten Ruhrgebiet behielten im Jugendzentrum - Nord den notwendigen Überblick.

"Wir verstehen uns als Forum und Treffpunkt für Computer-Clubs", erklärte Wolfgang Bäcker, eine der beiden Leiter des ersten Computer-Club-Treffens im JZN.

So war auch Jörg Lachmann über "das große Echo seitens der Clubs" erfreut. Nach, einer Reihe von Computer-Hobby- märkten im JZN war nach und nach der Gedankenaustausch und die Fachsimpelei immer mehr in der Vordergrund getreten.

Rund dreißig Mitglieder der Clubs "Arche", "Corel User Group Ruhrgebiet", "Recklinghäuser Computer Club", "Reflectios Club" und des "Wittener Computer Club" konnten nun sechs Stunden ihre Arbeiten präsentieren und etliche "Mega-Bytes" an neusten Infos untereinander austauschen.

Und dazu gab es Grund genug, denn jeder der Clubs kam aus einem anderen Fachgebiet.

Der Computer-Club Recklinghausen arbeitet mit dem Betriebssystem "Linux" und hatte mit der Unterstützung von "IC-Marl" für die Besucher des Treffens ein Internet-Cafe zum "chatten und surfen" eingerichtet.

"Arche" beschäftigt sich mit dem eigenständigen Rechnersystem "Acorn" und der "Reflections-Club", hervorgegangen aus dem "Amiga-User-Club" des JZN fährt ganz und gar auf der Linie "Raytracing und Animation".

Der User (Computer-Benutzer) arbeitet dabei quasi als virtueller Bildhauer, der a la Jurassic-Park und Enterprise neue, täuschend echte Bilder und animierte Welten schafft.

Mit zuversichtlichem Blick in die Zukunft kündigte Wolfgang Bäcker ein nächstes Treffen dieser Art "vielleicht im Herbst dieses Jahres" an .

Quelle: Marler Zeitung, 30. April 1997