Das Café Seestern wartet nun auf Gäste

Gestern Eröffnung / Viele Gäste / Internetleitung

MARL. (cp) Sie waren nur durch eine Glasscheibe getrennt. Auf der einen Seite sprangen Kinder und Jugendliche vom Sprungbrett aus kreischend ins kahle Naß, auf der anderen labten sich Vertreter aus Verwaltung und Politik an Worten, Sekt und Orangensaft. Beide Gruppen hatten sichtlich Spaß - die einen freuten sich über das feuchte Freizeitvergnügen, die anderen über die Eröffnung des Cafe-Bistros "Seestern" im Hallenbad.

Wenn die Besucherzahlen jeden Tag so hoch wären wie gestern zur Einweihungsfeier, bräuchte man sich um die weitere Zukunft des Bistros, das die Werkstatt Brassert in Eigenregie führt, keine Sorge zu machen.

Doch Geschäftsführer Rolf Hentschke ist Realist: "Wir müssen uns natürlich erst einmal etablieren. Doch wir sind zuversichtlich, an die alten Hallenbadcafé-Zeiten anknüpfen zu können, als sich jung und alt hier trafen". Man wird schon bald mit einer weiteren Attraktion aufwerten können. Denn auch die Außenterasse ist fast fertig, so daß bei Sonnenschein Speis und Trank im "Biergarten" eingenommen werden.

Geplant ist ebenfalls ein Durchbruch zum Hallenbad, damit sich Badegäste Getränke und Essen kaufen können, ohne erst den Schwimmbadbereich verlassen zu müssen.

Hentschke: "Wir wollen aber nicht nur Badegäste ansprechen, sondern auch für Bewohner aus dem Stadtteil zum Anlaufpunkt werden." Im Hallenbad kann Übrigens ab sofort auch gesurft werden. Zwar nicht in den Wasserfluten, sondern "nur" im Internet. Drei Rechner stehen dort während der Öffnungszeiten (es sind die gleichen wie im Hallenbad) zur Verfügung.

Bürgermeister Dr. Ortlieb Fliedner sprach bei der Eröffnungsfeier von einer Attraktivitätssteigerung des Hallenbades. Viel wichtiger war ihm jedoch, daß durch die Einrichtung des Cafe's neue Jobs geschaffen werden. Vier bis sechs Frauen werden dort vorerst befristete Arbeitsplätze vorfinden.

Quelle: Marler Zeitung, 30. April 1997