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Gefahr im Internet

Buchhaltung, Online-Banking und die eigene Website: Es gibt wohl kaum einen Betrieb der heute noch ohne Computer auskommt. Je mehr Technologie im Unternehmen im Einsatz ist, umso wichtiger wird es, dass sie störungsfrei funktioniert. Wie sich Unternehmer vor Viren und Hacker-Angriffen wehren können, erklärt IT-Experte Jona Greiwe vom IT-Systemhaus und Internet Service Provider Dr. Bülow & Masiak.

Frage: Was sind die größten Gefahren für die IT im Betrieb?
Jona Greiwe: Ganz oft sind es die Mitarbeiter selber, die ohne Vorwissen gefährliche Seiten im Netz ansteuern oder über gefälschte E-Mails wichtige Informationen preisgeben. Gerade in den Bereich E-Mails stecken Hacker heute viel kriminelle Energie, so dass oft schwer zu sagen ist, ob die E-Mail von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt. Es reicht schon aus, einen Anhang zu öffnen oder auf einen Link zu klicken, um Schadcode und Viren auf seinen Rechner zu laden.

Was lässt sich dagegen tun?
Ein wichtiges Stichwort ist die „user awareness“, das Bewusstsein des Nutzers für Sicherheit im Internet. Wenn man einmal weiß, wie Trojaner und Malware funktionieren, agieren Menschen am Computer vorsichtiger. Wir bieten dazu auch spezielle Kurse und Schulungen an, in denen wir den richtigen Umgang im Internet mit dem Kunden gemeinsam erarbeiten.

Und wenn ich mir bereits einen Virus eingefangen habe?
In so einem Fall können wir auch weiterhelfen. Das läuft dann ähnlich ab wie beim Arzt: Wir analysieren, was vorgefallen ist und stellen dann eine Diagnose. Davon ausgehend wenden wir dann bestimmte Verfahren an, um die jeweilige Schadsoftware zu entfernen. Um gar nicht erst in diese Situation zu kommen, sollte regelmäßig ein Backup gemacht werden und aktuelle Antivirensoftware installiert sein. Allerdings: Bei einem guten Trojaner bringt auch ein Virenschutz in manchen Fällen nichts – da hilft nur ein solides Wissen, um einer Infizierung vorzubeugen.

Vielen Dank für das Gespräch!

von Jonas Alder


Handwerk im Vest Nr. 20/4/2016, Freitag 16.12.2016