insel startet jetzt auf der Daten-Autobahn:

Intranet soll alle Marler Instutionen verbinden

Ein weiterer Schritt hin zur Medienstadt Marl wurde am Montag mit der Geburt des Marler "Intranets" gemacht. Im Rahmen dieses Projekts sollen öffentliche Einrichtungen in Marl, um Beispiel Schulen mit modernen Rechneranlagen, die Werkstatt Brassert, aber auch die Stadtverwaltung, miteinander vernetzt werden. Sie können dann nicht nur untereinander Daten austauschen, sondern auch auf das weltweite Computernetz Internet zugreifen.

Die insel hat dazu einen "Kommunikations- server" eingerichtet, der zunächst die EDV-Einrichtungen der Volkshochschule über eine Standleitung ans Internet anbindet. Später sollen sich die übrigen Institutionen ebenfalls an diesen Computer anschließen. Ein Vorteil liegt dabei darin, daß die Kosten für die Internet-Anbindung nur einmal anfallen und so auf die verschiedenen Einrichtungen verteilt relativ gering ausfallen.

Die Stadt hat zudem den "Domain" genannten Bereich marl.de im Internet reservieren lassen, sodaß alle Teilnehmer diese weltweit einmalige Kennung nutzen können.

Nachdem der Startschuß gefallen ist, wird jetzt schon über den künftigen Ausbau nachgedacht. Die Teilnehmer von EDV-Kursen der insel sollen schon bald eine E-Mail-Adresse erhalten, mit der sie während der Lehrgänge elektronische Post senden und empfangen können. In den nächsten Schritten erfolgt die Anbindung der anderen Einrichtungen. Abgeschlossen wird der Aufbau mit einer eigenen Präsentation im World Wide Web genannten Teil des Internets, der bei "Internet-Surfern" besonders beliebt ist. Auf diese "Homepage" kann dann aus aller Welt zu gegriffen werden.

Quelle: Marler Zeitung, 6. Juni 1997