IT-Sicherheit gegen Spione, Hacker, Bauernfänger

IHK informiert vor Ort in Marl
IT-Sicherheit gegen Spione, Hacker, Bauernfänger

„Zuerst die Gefahren begreifen, dann deren Komplexität!“. Diesen Schluss zieht Christoph Pieper, Geschäftsführer der IHK Nord Westfalen in Gelsenkirchen, aus dem IT-Sicherheitstag. Zu dieser Informationsveranstaltung war die IHK „vor Ort“ nach Marl gekommen.

Im Feierabendhaus schilderten Praktiker aus IT-Unternehmen und dem NRW-Landesinnenministerium 50 Unternehmensvertretern die Gefahren, die vor allem im Internet lauern, und was man dagegen tun kann. "Es gibt viel mehr Angriffe von Hackern oder Spionen auch auf kleinere Betriebe als man glaubt. Doch man darf nicht resignieren“, so Pieper weiter. Die Schäden könnten immens sein, z. B. in Form von unerklärlicher Niederlagen in Auftragsausschreibungsverfahren. Erste unternehmerische Aufgabe sei es deshalb, die unbedingt zu schützenden Daten zu definieren. Das seien die Informationen, die den eigentlichen Unternehmenserfolg, den Kern des Geschäftsmodells ausmachen. Pieper: „Es geht dabei um die Basis des Unternehmens“. Und dann sei es nur noch eine Frage der Kalkulation, ob man den Schutz dieses Unternehmenskerns mit eigenen Kräften sicherstellt oder in professionelle Hilfe investiert.

„Das Internet wirkt segensreich, doch die Gefahren nehmen noch zu“, lautet die These von Andreas Speier vom Institut für Internetsicherheit der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Diesen Trend sehen Sascha Weßelmann von der Marler Dr. Bülow & Masiak GmbH und Jörg von der Heydt, FORTINET GmbH in Hagen, gerade auch durch die Social Media-Netzwerke verstärkt. Facebook & Co sollten gerade auch im Geschäftsleben vorsichtig benutzt werden. „Die größte Schwachstelle ist – wie immer – der Mensch, der Mitarbeiter, der unbedacht Geheimnisse preisgibt“, so von der Heydt. Menschliche Schwächen nutzen auch „Aufklärer“ anderer Staaten oft bewusst, um ihren Wissensdurst zu stillen. Hierzu verfügt Reinhard Vesper, Verfassungsschutz des Innenministeriums NRW, über einen reichen Erfahrungsschatz. Den bietet das Ministerium auch Unternehmen aufklärend gerne an. Näheres unter www.mik.nrw.de/verfassungsschutz.





Schon ein Smartphone kann eine erhebliche IT-Sicherheits­lücke reißen: (v. l.) Andreas Speier, Institut für Internetsicherheit der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen, Jörg von der Heydt, FORTINET GmbH in Hagen, Sascha Weßelmann, Dr. Bülow & Masiak GmbH in Marl, und IHK-Geschäftsführer Christoph Pieper. 
Pressemeldung IHK Nord Westfalen, Donnerstag 15.03.2012