Mit der Hardware allein ist es nicht getan

HÜLS: Uta Heinrich informiert sich bei "Dr. Bülow & Masiak"

Die Informations-Technologie hat es Bürgermeisterin Uta Heinrich auf ihrer spätsommerlichen Tour durch Marler Unternehmen eindeutig angetan. Nach besuchen bei TFG Venture Capital und Warol EDV-Consulting informierte sie sich gestern gemeinsam mit Vertretern des Wirtschaftsförderungsausschusses bei der Dr. Bülow & Masiak GmbH.

Anfang des Jahres ist das Unternehmen, das vor fünf Jahren im heimischen Keller angefangen hat, in das neue Büro-Gebäude an der Victoriastraße umgezogen. Rund 500 Quadratmeter stehen den Firmengründern Dr. Gudrun Bülow, Gerhard Bülow und Michael Masiak sowie den 23 Mitarbeitern dort zur Verfügung. Von dort aus installieren und warten sie Computer-Netzwerke in der ganzen Bundesrepublik, teilweise sogar in ganz Europa. Eigentlich auf mittelständische Unternehmen spezialisiert, gehören inzwischen aber auch die Degussa-Hüls, die Unternehmensgruppe A. Sutter und die kommunale Datenzentrale des Kreises Recklinghausen dazu.

Sicherheitsproblem

Neben der Vernetzung in den Unternehmen hat sich "Dr. Bülow & Masiak" besonders auf die Sicherheit der Systeme spazialisiert. "Es dauert maximal zwölf Minuten, nachdem ein Netzwerk zum ersten Mal online ist, bis dass die ersten Hacker versuchen, an die Daten heranzukommen", so Gerhard Bülow. Um das zu verhindern, entwickelt die GmbH Sicherheispakete, die in den Netzwerken eingebaut werden. Teilweise werden eigens Hacker-Gruppen engagiert, die versuchen sollen, diese "Firewalls" zu durchstoßen.

Aber auch der gemeinsame Server der berufsbildenden Schulen im Kreis Recklinghausen steht an der Victoriastraße. Über diesen Server sind nicht nur die Schulen miteinander vernetzt, sondern haben auch direkten Zugang zum Internet. Hier wurde Heinrich hellhörig: " Was würde es kosten, die Marler Schulen zu vernetzen?", wollte die Bürgermeisterin sofort konkrete Zahlen hören. Ganz so einfach war die Rechung dann aber doch nicht, denn zum Netzwerk gehören neben der Hard- und Software natürlich auch die Leitungen und Telefonkosten. "Und pro hundert Computer muss man einen System-Administrator rechen, der die Anlage pflegt und wartet", erläuterte Dr. Gudrun Bülow.      --ks

Quelle: Marler Zeitung, 6. September 2000