Netzwerk für Netzwerker

Interview mit Gerhard Bülow, Geschäftsführer bei der Dr. Bülow & Masiak GmbH

Auch für Netzwerk-Spezialisten werden Consulting Services immer wichtiger. In größeren Projekten greifen sie gerne auch auf die Berater-Ressourcen von Herstellern und Distributoren zurück.

ITB: Bitte beschreiben Sie uns kurz Ihr Leistungs-Portfolio. Womit beschäftigt sich Ihr Unternehmen?

Bülow: Unser Angebot umfasst drei Geschäftsfelder. Wir sind zum einen Systemhaus für die Planung, Realisierung und Betreuung von Netzwerken. Unsere Kunden kommen aus dem SMB-Bereich und dem gehobenen Mittelstand. Seit 1996 sind wir zudem unabhängiger Service Provider und waren damals Gründungsmitglied des deutschen Provider Network. Für beide Aktivitäten sind Sicherheitsfragen enorm wichtig und deshalb haben wir als dritten Bereich die Security.

ITB: Welche Teile des Tarox-Angebots als Lieferant, Distributor und Dienstleister nutzen Sie?

Bülow: Die Tarox nutzen wir primär für unser Systemhaus-Geschäft, aber auch für Managed Services und Cloud-Angebote, speziell wenn es um Storage mit EMC und VMware geht. Als Systemhaus sind für uns vor allem die PC- und Server-Lösungen interessant. Aber wir nutzen auch andere Angebote, wie beispielsweise die ESX-Lösungen.

ITB: Ist Tarox damit einer unter vielen, oder ist das eher eine strategische Partnerschaft?

Bülow: Im Leitungs-, Firewall- oder Domain-Geschäft arbeiten wir natürlich mit anderen Partnern zusammen. In dem Systemhaus-Geschäft aber ist Tarox für uns ganz sicher mehr als nur ein normaler Lieferant sondern ein wichtiger Partner. Ein Grund dafür ist die persönliche Historie. Wir haben eng mit der früheren Maxdata zusammengearbeitet, die ja auch hier in Marl angesiedelt war. Viele ihrer früheren Mitarbeiter sind dann zu Tarox gegangen. Und da haben wir in vielen gemeinsamen Projekten gute Erfahrungen gemacht und so sind enge Beziehungen entstanden. Viele Konkurrenten, die sicher auch einen guten Job machen, bemühen sich, Partner von uns zu werden. Aber da fehlt dieser persönliche Hintergrund.

ITB: Wie sieht die Arbeitsteilung mit den Tarox-Consultants konkret in der Praxis aus?

Bülow: Es geht dabei nicht nur um das Abfangen von Lastspitzen sondern um qualitative Aspekte. In der Regel wird für ein Projekt ja ein Team gebildet. Ab einer bestimmten Projektgröße und -komplexität sprechen wir dann mit der Tarox. Und die kann mit ihren intensiven Kontakten durch die OEM-Verknüpfung gegebenenfalls dann auch noch Mitarbeiter von Herstellern wie EMC oder VMware mit hineinbringen. Diese Spezialisten sind schon bei der Bedarfsanalyse beim Kunden wichtig und später dann auch bei der Umsetzung.

ITB: Für welche aktuellen Projekte planen Sie wieder eine Consulting-Zusammenarbeit ?

Bülow: Es geht dabei vor allem um die Ablösung bestehender Infrastrukturen, um den neuen, gewachsenen Herausforderungen an die IT gerecht werden zu können. Gerade im Sicherheitsumfeld ist aktuell sehr viel in Bewegung, etwa durch die angekündigten Gesetze, wie das KVG für den Finanzsektor, die bei den Kunden für ein neues Bewusstsein sorgen. Wenn wir über die daraus erwachsenen Anforderungen sprechen, beispielsweise neue Notfallkonzepte, dann hat das meist auch Auswirkungen auf die Infrastruktur. Und dann kommt wieder unsere Systemhaus-Säule, und damit auch die Tarox ins Spiel.

Redakteur: Wilfried Platten

IT-BUSINESS, Montag 22.06.2015 | http://www.it-business.de/dienstleister/unternehmensmeldungen/unternehmensstrategien/articles/494113/