"Sie sind beispielgebend"

Dr. Gudrun Bülow erhält Verdienstkreuz am Bande

MARL. Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland hat Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke die 60-jährige Unternehmerin Dr. Gudrun Bülow geehrt. "Sie sind beispielgebend. Sie haben vorgemacht, wie sich unternehmerischer Erfolg und staatsbürgerliche Verantwortung ergänzen können", so der Regierungspräsident. "Die Emscher-Lippe-Region braucht Menschen wie Sie."

Dr. Gudrun Bülow ist Geschäftsführerin eines Unternehmens, das auf hochwertige IT-Dienstleistungen spezialisiert ist. Neben zahlreichen anderen Aktivitäten gehört sie seit 2003 der Vollversammlung der IHK Nord Westfalen an und hat im Jahr 2010 die Verantwortung als Vizepräsidentin übernommen.

Dr. Gudrun Bülow ist es ein besonderes Anliegen Jugendliche und Auszubildende zu fördern. Seit 1998 ist ihr Unternehmen anerkannter Ausbildungsbetrieb. Außerdem bietet sie jungen Menschen Betriebspraktika an und stärkt die Rolle der Frau in der Wirtschaft. Ihr Unternehmen unterstützt Vereine und Projekte aus den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales beispielsweise durch Sponsoring der Domains, Webserver, Serverhousing oder weitere IT-Leistungen sowie durch finanzielle Zuwendungen. Davon profitierten der Jugend- und Freizeittreff WiLLmA in Marl und das Projekt "Schulen ans Netz". Die Belebung des Wirtschaftsstandorts Marl ist zentrales Ziel des Wirtschaftsclubs Marl, dessen Vorsitzende Bülow seit 2005 ist. Im Rahmen der "Frauen-Arbeits-Gemeinschaft-Emscher-Lippe" sowie des "Zentrum Frau in Beruf und Technik" begleitet sie von Anfang an die Netzwerkaktivitäten der Wirtschaftsfrauen in der Region. Bülow war Mitbegründerin des im Jahr 2000 gegründeten Netzwerks mittelständischer IT-Unternehmen "IT-Forum Nord Westfalen".

2012 hat sie das Projekt "Emscher-Lippe-21 - Eine Region steht auf!" mit aus der Taufe gehoben. Dabei geht es darum, den Strukturwandel in der Region anzutreiben. Gemeinsam mit Mitstreitern aus dem Wirtschaftsclub Marl e.V. recherchierte sie die regionalpolitische Situation, bewertete und entwickelte sie einen Forderungskatalog, der sich an alle gesellschaftlichen Gruppen richtet. Es ist der Initiative gelungen, mehr als hundert Unterstützer aus Wirtschaft und Bürgerschaft für das Projekt zu gewinnen. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.


Kurier zum Sonntag, Samstag 10.05.2014