Stadt will ans Netz: E-Mail an `marl.de´

Erster Schritt mit der insel: das lntranet

Die "Zeugung" war schon Mitte 1996, die "Geburt" gestern verlief für die meisten Zuschauer doch recht enttäuschend: Das Kind "marl.de" ist keine neue Internet-Adresse.

Bürgermeister Dr. Ortlieb Fliedner hatte zwar angekündigt "Die Medienstadt zeigt Flagge". Doch das ist eher stadtintern gedacht. Denn was der Fachbereichsleiter EDV der insel, Dr. Fritz Rieß, vorstellen konnte, war das "lntranet". Das ist der geplante interne Zusammenschluß von verschiedenen Organisationen, die ihre Post untereinander per Computer verschicken können (E-Mail) und einen gemeinsamen Knotenpunkt zur Außenwelt haben mit der Adresse "marl.de". Großer Vorteil: Die Kosten verteilen sich.

Als erste werden die insel-Teilnehmer von der Neuheit profitieren. Schulen und andere Einrichtungen sollen folgen.

Ein weiterer Schritt wäre die Darstellung im weltweiten Internet. Dafür ist allerdings nicht die Volkshochschule sondern ein Amt der Stadtverwaltung zuständig. Schließlich soll am Ende "www.marl.de" stehen - ein weiterer Beitrag, um die Medienkonipäz-Stadt" Marl nach vorne zu bringen.

Mehr Aktivitäten verspricht Dr. Fliedner sich auch von dem neuen Geschäftsführer des Zentrums für Europäische Medienkompetenz in Hüls.

Übrigens: Weitere Informationen gibt es über die E-Mail-Adresse der insel: infoinsel.marl.de .

 

Zusatzkasten: marl.de

Die Domain "marl.de" ist beim Deutschen Network-Informations-Center (DE-NIC) reserviert. Im weltweiten Internet gibt es diesen Namen kein zweites Mal.

Das Intranet Marl besteht zur Zeit nur aus einem Kommunikations-Server, der unter dem Betriebssystem LINUX arbeitet, und einem ISDN-Anschluß. Zusammen mit den bereits vorhandenen Lokalen Netzwerken reicht das aus, daß alle 22 PCs der insel-Unterrichtsräume direkten Internet-Zugang haben.

Einrichtungen, die sich anschließen wollen, brauchen nur einen eigenen PC mit geeigneter Software, der für den Anschluß an das Intranet bereitgestellt wird, und einen ISDN-Anschluß.

Quelle: WAZ, 3. Juni 1997